22. Januar 2015

//Was macht ein Clown ohne Zirkus, was machen die da die Blogger, was macht ein Politiker ohne Politikeramt und was macht Simon Phillips??? Vor ungefähr 2 Jahren besuchte ich das letzte mal einen Zirkus, der in unserer Stadt gastierte. Die Mitglieder der Zirkusfamilie waren alles gleichzeitig: Karten- und Eisverkäufer, Ballerinen, Akkrobaten, Löwenbändiger, Direktor und Clown. Das muss ja zunächst nichts heißen, aber in diesem Fall gaben sie eine wirklich schlechte Vorstellung. Meine Illusionen waren vollends hin, als ich in der Pause für 5 zusätzliche Euro (für das Winterfutter) sah, wie die Tiere angeblich artgerecht gehalten wurden. Ich ging am Ende enttäuscht mit dem Vorsatz „NIE WIEDER“ nach hause. Daran musste ich denken, als ich neulich den sehr empfehlenswerten Artikel der Krautreporter über den Clown Holger Jung las »»»

//Auf Daniel Fienes Blog werden alle 12 Monate die Blogger des Jahres gesucht, nominiert, gefunden und auch gekürt. Das beste Weblog des Jahres 2014 ist ein Interview-Projekt von Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm: Was machen die da ? »»» Unbedingt mal stöbern gehen.

//Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, wie (Spitzen)Politiker so drauf sind, die aussortiert, aufgehört oder abgewählt wurden und auf welchen Stühlen und Sesseln sie landen. Und das wirklich ganz ohne Neid. Vom Volk gewählt, um das wählende Volk zu vertreten. Heute: Ronald Pofalla, der Mann, der seit dem 1.1.2015 bei der Bahn mit an den Weichen rumstellt »»»

//... und am Schluss hauen wir mal kräftig auf die Pauke und schauen Simon Phillips »»» bei der Arbeit zu. Der englische Trommler ist für mich einer der Besten seines Fachs und ein großartiger Musiker. Nach dem (viel zu frühen) Tod von Jeff Porcaro im Jahr 1992 übernahm er dessen Part bei ToTo und blieb 21 Jahre. Er spielte auch bei Mike Oldfield, Jeff Beck und The Who. Seit dem letzten Jahr ist er auf Solopfaden und als Inspirator unterwegs. Hier zu sehen bei einem Workshop in den Niederlanden »»»

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"Weiden am Sonntag mit Durchblick" //Photo © by Matti M. Matthes



16. Januar 2015

//Charlie Hebdo und der Islam, der zu Deutschland gehört, so wie die Pressefreiheit: Seit Tagen gibt es in den Medien kaum ein anderes Thema mehr, als den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris. JA, ich finde es schrecklich, traurig und unfassbar, dass Menschen auf diese Weise aus dem Leben gerissen werden. Und ich habe dafür auch kein Verständnis. Aber deshalb bin ich nicht Charlie. Der Satiriker Martin Buchholz bringt das Thema faktenreich auf den Punkt »»»

//Und dann sagte Frau Merkel schon zum mindestens 5. Mal den Satz, dass der Islam zu Deutschland gehört. Mely Kilak nimmt sich in vorzüglicher Weise auf ZEIT ONLINE diesen Satz vor »»»

//Welches Verhältnis haben wir in Europa zum Islam??? Jakob Augstein erläutert folgenreiche Missverständnisse »»»

//Und wenn ich schon bei Irrtümern bin: Was bedeutet Pressefreiheit in Bezug auf die Mohammed-Karrikaturen??? Eine Betrachtung der Ereignisse von Jochen Wegner »»»

//Leider nur bis zum 21.01.2015 verfügbar: THADEUSZ und die Beobachter (die bemerkenswerte Sendung vom 13.01.2015) »»»

//Dafür liebe ich das Internet: ich entdecke bei der Recherche zu einem Thema andere Themen, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte. So geschehen in der letzten Woche: bei meiner Linkschau zu Manu Katché fand ich ein paar tolle Konzerte mit Dominic Miller & Band. Hier ein Mitschnitt von den Leverkusener Jazztagen 2012 »»»

Namenloser Schatten
Photo © by Matti M. Matthes



10. Januar 2015

// Gute Vorsätze und deren sinnvolles Scheitern: Das neue Jahr ist jetzt 10 Tage alt und ich finde, für alle die Mitmenschen, die sich gute Vorsätze vornahmen ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Sind sie noch da, die Vorsätze? Wenn nicht, wo sind sie hin? Und wenn sie doch schon wieder unerfüllbar weit entrückt sein sollten, diese guten Vorsätze, keine Angst und keine Panik, hier kommt Hilfe: Daniel Schreiber beschreibt auf ZEIT ONLINE unseren kleinen Zellhaufen Selbstkontrolle und warum das Scheitern so wichtig ist »»» für unser Weiterkommen.

// Alles rund um die Kartoffel: Der alte Fritz hat den Preußen die Kartoffeln via Verordnung aufgezwungen. Was für ein Glücksfall. Wissenswertes über den Erdapfel, Sorten von A bis V und Rezepte gibt es auf einer sehr schön gemachten Schweizer Website über die Kartoffel »»» von swisspatat. swisspatat »»» ist als Branchenorganisation die Diskussionsplattform der gesamten Kartoffelwirtschaft in der Schweiz.

// Kleiner Mann ganz groß - JAZZ vom Feinsten: Erst in dieser Woche entdeckte ich das bereits 2012 veröffentlichte 5. Soloalbum von Manu Katché »»». Der französische Schlagzeuger mit afrikanischen Wurzeln »»» ist für mich einer der wichtigsten Musiker unserer Zeit. Er spielt u.a. in der großartigen Band von Peter Gabriel, ist auf dem „Nothing Like The Sun“-Album von Sting (1987) zu hören, spielte u.a. bei und mit Simple Minds, Dire Straits, Joe Satriani, Al di Meola und war einer der Gastgeber der legendären, doch leider eingestellten arte-Serie ONE SHOT NOT. Daraus hier ein Mitschnitt mit Dominic Miller und Pino Palladino »»»

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Manu Katché live auf der Peter Gabriel Back-to-Front-Tour (Berlin Waldbühne 2014) Photo © by Matti M. Matthes



30. Dezember 2014

// Geangelte Raketen + Fullerton Ave. + Thüringische und Finische Malerei + Spionage in Hamburg: In meiner Arbeit als Website-Entwickler beobachte ich ständig die Weiterentwicklung neuer Webtrends, neuer Schriftarten, neuer Techiken und und und ...

ABER, ich habe auch noch ein Leben außerhalb des Internets und da gab es in diesem Jahr für mich ein paar kleine Entdeckungen, von denen ich hier kurz berichten will.

01. Mein Buch des Jahres ...
ist ganz klar "Wir haben Raketen geangelt" von Karen Köhler. Ihre Erzählungen prasseln auf den Leser kurz und knackig, schnell und schnörkellos, teils sogar rasant und klar in der Sprache wie ein Sternenhimmel bei Nachtfrost hernieder. Lesebefehl.

02. Die Ausstellung des Jahres ...
war für mich gleichzeitig mit einem Experiment verbunden: 80 Bilder der finischen Malerin Helene Schjerfbeck in der Frankfurter Schirn, also janz, janz weit draußen für mich als Brandenburger. Ich fuhr am Ende mit dem Bus: von Berlin morgens um 8:00 Uhr - Ankunft Frankfurt/Main 15:30 Uhr - komplett entspannter Besuch der Ausstellung - Abendessen am Imbissstand - Kinobesuch und dann Rückfahrt nach Berlin ab 0:30 Uhr. Der Tripp hatte sich gelohnt, die Bilder von Helene Schjerfbeck sind von einer Einzigartigkeit, wie man sie nur in so einem Gesamtüberblick zu sehen bekommt. Die kleine Website zur Bilderschau der Schirn Kunsthalle Frankfurt bringt das sehr schön zum Ausdruck. Und die Busse waren tatsächlich (fast) pünktlich und gut.

03. Meine CD des Jahres ...
erschien bereits am Beginn des Jahres 2014, ist von Brian Culbertson und heißt "Another Long Night Out". Sicher, ich habe im Verlaufe des Jahres noch weitere musikalische Großartigkeiten entdeckt, so z.B. das sehr empfehlenswerte Debut des Julia Kadel Trio "Im Vertrauen" oder die gerade erst veröffentlichte "AVONMORE" des wunderbaren Brian Ferry, aber "Another Long Night Out" mit all den fantastischen Gastmusikern lief bei mir mindestens einmal in der Woche und ist somit unangefochten der Hit des Jahres. Hier ein kleiner Ausschnitt: "Fullerton Ave."

04. Der Film des Jahres ...
Hamburg steht unter Spannung in "A Most Wanted Man" mit dem von mir schon lange hoch geschätzten Philip Seymour Hoffman und einer Reihe großer und klasse agierenden Akteure sowie einer genau auf den Punkt gebrachten Filmmusik von Herbert Grönemeyer. Ansehen.

05. Meine Entdeckung des Jahres ...
ist ganz ohne Zweifel der Thüringische Maler Gerd Mackensen, der in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag feierte. Schade, es gibt nur wenige Publikationen über sein Werk, wie z.B. in diesem liebevoll gemachten Katalog der Gemeinschaftsausstellung "Unterm Strich" aus der edition burgart. Hinter diesem Link kann man einige wenige seine Bilder sehen »»»

Jahresende 2014

Und dann kam zum Ende des Jahres doch noch der Schnee mit seiner alles zudeckenden Ruhe. Na dann, auf ein Neues, auf 2015.



28. November 2014

// Hier kommt Reklame: der Künstler Jan Beumelburg präsentiert seine Arbeiten

Der peruanisch-spanische Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur 2010 Jorge Mario Pedro Vargas Llosa wird gern mit den folgenden Worten zitiert:

"Das Leben ist ein Sturm aus Scheiße und die Kunst ist der einzige Regenschirm dagegen."

Ab dem morgigen Samstag (29.11.2014) haben wir alle wieder die Gelegenheit Regenschirme aus Kunst zu bestaunen und zu erwerben: der Brandenburger Künstler Jan Beumelburg lädt bis Weihnachten an den Wochenenden zum Winterschlussverkauf 2014 in sein Atelier ein. Hier präsentiert er dem geneigten Publikum Malerei, Grafik, Objekte und viele seiner beliebten Kunstpostkarten sowie kleine Bücher mit seinen Arbeiten.

Einladung zum Kunst kaufen